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Surrealistisches Beirut

20 Mai

Der Maler und das UngetierDie monatliche Dosis Musik wurde heute geliefert. Lang genug Joy Division gehört, die Sinne hungern nach Abwechslung. Und die entdeckten Musikvideos von “Beirut” sind gerade recht, um sich etwas von der grandiosen Grabesstimme des Ian Curtis zu befreien. Stattdessen jetzt Anklänge von Surrealismus. Beim Hören denke ich an Dalí – die “Konstruktion mit weichgekochten Bohnen” will mir gar nicht mehr aus dem Sinn.

Für die folgenden Tage bleibt ein schöner Strich über die Alltagsroutine, verbunden mit einer Musik, fast magisch. Mann ist des Lobes voll. Kostprobe:

http://de.youtube.com/watch?v=SXIaDBad5Vg&feature=related

16 Nachtwachen

16 Mai

“Denn nicht nur die Verfasserfrage, auch das Sujet steckt voller Geheimnisse. In 16 ,Nachtwachen´ erzählt ein gewisser Kreuzgang auf seinen nächtlichen Rundgängen von seinem Leben, einer abseitigen Existenz jenseits der bürgerlichen Welt. Dabei werden nicht nur kritisch-ironisch das bürgerliche Alltagsleben und die Scheinheiligkeit des Klerus demaskiert, auch der romantische Erzähler scheint in seinem radikalen Subjektivismus als gefährdet.”

Karl Hofer

So schön literaturwissenschaftlich angehaucht fasst der Herausgeber die 2006 im Anaconda-Verlag erschienene Neuauflage der “Nachtwachen” von Bonaventura zusammen. Über Ernst Jüngers Tagebücher stieß ich auf die flotte Feder Kreuzgangs und die heiteren wie tragischen Berichte über nächtliche Kontrollgänge durch ein kleines, wohlbehütetes Städtlein. In seinen Streifzügen, beim Ausrufen der Mitternacht reißt der Nachtwächter nicht allein brave Bürger aus ihrem Schlaf, nein, er debattiert auch mit dem sterbenden Poeten und dem Tod selbst.

Inwiefern berührt das diesen Blog? Auch hier sollen, mindestes in 16 Nachtwachen, sachlich, fundiert und spöttisch Bürger, Kunst, Literatur und Gesellschaft aus Sicht des Autors berührt werden – um zur Diskussion anzuregen. Weder intellektuelle Zirkelschlüsse noch moralische Großmannssucht sind dabei erwünscht!

Doch eigene Literatur und Fotografie kommt nicht zu knapp.

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